Über unser Loge

Die Mannheimer Loge Carl zur Eintracht

Die Johannis-Freimaurerloge Carl zur Eintracht ist die älteste Freimaurerloge im Rhein-Neckar-Dreieck und mit der Matrikelnummer 31 eine der ältesten in Deutschland. Unserer Loge gehören aktuell rund 60 Brüder im Alter zwischen 24 bis 94 Jahren mit unterschiedlichsten Biographien, Berufen und Auffassungen an: Selbständige, Handwerker, Juristen, Ärzte, Künstler, Musiker, Lehrer, Kaufleute, Geistes- und Naturwissenschaftler, Dozenten, Ingenieure, IT-Experten, Studenten, Rentner und Sozialarbeiter. Die Loge Carl zur Eintracht gehört der AFuAMvD - Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland - an, welche eine humanitäre Lehrart der Freimaurerei vertritt. Die AFuAMvD ist mit weiteren Großlogen in den Vereinigten Großlogen von Deutschland zusammengeschlossen, die ausschließlich männlichen Freimaurern vorbehalten ist.

Logengeschichte

Der Name der Loge Carl zur Eintracht leitet sich her aus der Zeit des Kurfürsten Karl Theodor (1743 - 1799). Viele Franzosen, unter anderem auch Voltaire, kamen damals an den Hof Karl Theodors nach Mannheim. Manche von ihnen waren Anhänger des schottischen Königshauses Stuart. So entstand in Mannheim 1756 in Nachfolge der schon seit 1727 bestehenden, dann aber 1737 vom Kurfürsten verbotenen Loge "Zur Einigkeit", zunächst die französisch / schottische Loge "Saint Charles de l'Union" zu Ehren des Königs Karl (Charles) Stuart von Schottland. Die heutige Loge „Carl zur Eintracht“ ist die direkte Nachfolgerin dieser Loge "Saint Charles de l' Union". 1935 wurde die Loge Carl zur Eintracht, wie alle Logen im nationalsozialistischen Deutschland, verboten und ihre Arbeit eingestellt. Sie entstand 1946 unter altem Namen als Zusammenschluss verschiedener, vor 1935 bestehender Logen, neu und konnte mit Genehmigung der damaligen amerikanischen Verwaltung ihre Arbeit im neu erbauten Mannheimer Logenhaus in L 9, 9 fortsetzen. Aus der Loge Carl zur Eintracht gingen dann im Laufe der Jahre zahlreiche andere Freimaurerlogen als Tochterlogen hervor. Carl zur Eintracht ist somit die "Mutter" vieler Freimaurerlogen in Mannheim und Umgebung. Das wechselvolle Leben der Loge ist eng mit der Geschichte der Stadt Mannheim verknüpft; die Loge spiegelt in ihrer schicksalhaften Vergangenheit ein Stück der städtischen Entwicklung wider. Geistige und weltliche Strömungen, das Hin und Her der christlichen Konfessionen, die Aufklärung, Kriegswirren, das Auf und Ab der Wirtschaft und die Veränderungen der Bevölkerungsstrukturen beeinflussten Mannheim und damit auch die Loge Carl zur Eintracht.

Logenhaus L9

Das heutige Logenhaus der Loge Carl zur Eintracht in L 9, 9 in Mannheim wurde am 2. März 1952 eingeweiht, nachdem das alte Logenhaus in L 8,3 (im Jahre 1885 eingeweiht) in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs am 1. März 1945 zerstört wurde. Das Logenhaus ist im Besitz des Vereins „Stärke durch Eintracht e.V.“ und nicht nur Begegnungs- und Übungsstätte der Freimaurerloge Carl zur Eintracht, sondern auch anderer Freimaurerlogen. Das Logenhaus steht auch Nicht-Freimaurern offen. Verschiedene Räume können, auch in Verbindung mit dem hauseigenen Cateringservice, für Veranstaltungen wie Familienfeiern, Hochzeiten und Kleinkunst angemietet werden. Aufgrund der erstklassigen Lage in Mannheim in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, der variablen Anordnung von Tischen und Stühlen und der professionellen Ausstattung mit Technik und Moderationsmaterial wird das Logenhaus auch für Workshops und Trainings genutzt. Detaillierte Informationen stehen auf der Webseite des Vereins „Stärke durch Eintracht“ zur Verfügung.