Vergangenes

Öffentlicher Vortrag veranstaltet von Stärke durch Eintracht, e.V.:

Politische Gesprächskultur - Verlernen wir, miteinander zu sprechen?


Referent: Michael Heitmann

Freitag, 03. November 2017

im Logenhaus L 9,9 in Mannheim.

29. September 2017 im Rathaus Mannheim:

Freimaurerlogen unterzeichnen
„Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt“

Freimaurerlogen halten Humanität hoch

Mannheimer Freimaurerlogen unterzeichnen die Mannheimer Erklärung. Bild: Stadt Mannheim


 

Am 27.09.2017 kamen Vertreter von acht Freimaurerlogen in das Mannheimer Rathaus, um die „Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt“ zu unterzeichnen.

Im Juni feierten die Rhein-Neckar-Logen im Mannheimer Schloss einen Festakt zum Jubiläum 300 Jahre Freimaurerei. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz hatte die Schirmherrschaft übernommen. Bürgermeisterin Frau Dr. Freundlieb appellierte in ihrer Ansprache daran, unsere Grundwerte Menschlichkeit, Toleranz, Frieden und soziale Gerechtigkeit gemeinsam hochzuhalten. Sie lud die Logen ein, die Mannheimer Erklärung zu unterzeichnen.

Die dort erklärten Werte wie Menschenwürde, Gleichberechtigung und Toleranz sind mit freimaurerischen Wertvorstellungen identisch. Mit der Unterzeichnung wollen wir diese Werte stärken und unsere Verbundenheit mit der Stadt zeigen.

Die Mannheimer Erklärung unterzeichnen die Freimaurerinnenloge Unitas sowie die Freimaurerlogen Alt-Heidelberg, Carl zur Eintracht, KURPFALZ, Palatina, Pylon zur Leuchte am Rhein, Zur Starkenburg, Zur Sonne im Rechten Winkel.

Seit über 280 Jahren sind Freimaurer in Mannheim aktiv. Als Vorkämpfer humanistischer Ideale der Aufklärung haben sie an der Gestaltung unseres Gemeinwesens mitgewirkt. Menschenwürde, Gleichberechtigung und Toleranz sind auch heute noch keine selbstverständlichen Werte. Sie müssen verteidigt und weiter verwirklicht werden. Dazu möchten wir beitragen.

Carl zur Eintracht im SWR-Fernsehen und bei RNF-Life

Das SWR-Fernsehen zu Gast bei der Loge Carl zur Eintracht

Das SWR-Fernsehen zeigte am 23.05.2017 im Rahmen der Landesschau Baden-Württemberg einen Beitrag über unsere Loge.  Sie finden den Beitrag in der Mediathek des SWR.

Ein Interview im RNF finden Sie hier.

Öffentlicher Vortrag vom 26. Mai 2017 veranstaltet von Stärke durch Eintracht, e.V.:

Siebenbürgen, die verlorene Heimat

Streifzug durch die Geschichte der Siebenbürger Sachsen

Referent: Gerhard Puri


Referent Dr. Gerhard Puri

Geboren 1941 in Bukarest/Rumänien, aufgewachsen in Reps (Rupea), einer Kleinstadt zwischen Schäßburg (Sighișoara) und Kronstadt (Brașov) in Siebenbürgen/Rumänien. Deutsche Grundschule und Gymnasium in Reps. Nach Abschluss der Technischen Universität (Maschinenbau) in Temeschburg (Timișoara) entschied sich Gerhard Puri für die akademische Laufbahn.  1974 Promotion, Professuren für „Verbrennungsmotoren“ und später „Metrologie“ (Messtechnik).  1990 Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland, wie fast alle damals in Rumänien lebenden Deutschen. Von diesem Zeitpunkt an steigendes Interesse an der über 750-jährigen einzigartigen Geschichte des kleinen Völkchens, das sich Siebenbürger Sachsen nannte.

Der Vortrag

Die Geschichte der Siebenbürger Sachsen in ca. einer Stunde zusammenzufassen ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, zumal Dr. Gerahrd Puri kein Historiker ist. Nichtsdestotrotz ist der Referent fasziniert von der Geschichte der Siebenbürger Sachsen. Umgeben von anderen, oft feindlichen Völkern und dem Ansturm von Tataren-, Hunnen- und Türkenhorden ausgesetzt, haben die Siebenbürger Sachsen im Osten Europas mehr als 750 Jahre überlebt.
Der Vortrag ist eine gemeinsame Reise durch das wunderschöne Land und die einmalige Geschichte der Siebenbürger Sachsen. Eine bewegende, manchmal erhabene, meistens aber dramatische und zuletzt traurige Geschichte, die wie alle „Geschichten“ irgendwann ein Ende genommen hat. Zum Glück bedeutete dieses Ende für die meisten Siebenbürger Sachsen, abgesehen vom Verlust der alten Heimat in der Fremde, die Rückkehr in die Heimat der Vorfahren - Deutschland. So soll es niemanden wundern, wenn es eine „sentimentale“ Reise sein wird.

Öffentlicher Vortrag vom 31. März 2017 veranstaltet von Stärke durch Eintracht, e.V.:

Oper mal anders

eine musikalische Opernreise mit Richard Vardigans

Freitag, 31. März 2017 um 20°° Uhr

im Logenhaus L 9,9 in Mannheim.


Einzelheiten

Richard Wagner: Der fliegende Holländer
Richard Vardigans erzählte und spielte die Geschichte des zur Irrfahrt verdammten Kapitäns, der nur durch ein treues Weib erlöst werden kann. Ob es so etwas gibt...?

www.talking-about-opera.de

Weitere Einzelheiten finden Sie in unserem Flyer.

Die Loge Carl zur Eintracht präsentiert sich der Öffentlichkeit

Tag der offenen Tür 2017

Sonntag, den 19.03.2017

 


Der Tag

Neben einem Vortrag über Freimaurerei unseres Meisters vom Stuhl wurde ebenso im Tempel ein Ritualbeispiel vorgeführt. Der Flyer enthält alle Einzelheiten.

Impressionen

Unser Tempeleingang... Der Meister von Stuhl hält einen Vortrag zur Freimaurerei. Das Ritualbeispiel Das Ritualbeispiel Einführung in das Ritualbeispiel Verschiedene Exponate

Die Nachmittagsveranstaltung war mit über 100 Interessierten gut besucht. Die Rückmeldungen waren sehr zustimmend. Besonders wurden die Offenheit im Vortrag und den persönlichen Gesprächen sowie das Ambiente hervorgehoben. Bei den Besuchenden hinterließ die Veranstaltung ein differenzierteres und insgesamt positives Bild der Freimaurerei.

 

Öffentlicher Vortrag vom 03. März 2017 veranstaltet von Stärke durch Eintracht, e.V.:

Shriners

Referent: Charsten Wienbreyer

 


Öffentlicher Vortrag vom 13. Januar 2017 veranstaltet von Stärke durch Eintracht, e.V.:

Wegschauen - wie man Unrecht ignoriert

Referent: Michael Heitmann, Redner der Freimaurerloge Carl zur Eintracht

 


Der Vortrag

Häufig hat Unrecht freie Bahn, weil Unrecht eher ignoriert als abgewehrt wird. Der Vortrag beschäftigt sich mit Motiven und Methoden dieser Ignoranz und geht darauf ein, wer dafür mehr oder wer weniger anfällig ist. Daraus ergibt sich der Appell, für Gerechtigkeit als Qualität der Menschlichkeit stärker einzutreten.

Öffentlicher Vortrag vom 25. November 2016, veranstaltet von Stärke durch Eintracht, e.V.:

Ehrfurcht vor dem Leben als ethische Ausrichtung

Referent: Dr. Andreas Steiner, Wermatswil/ Schweiz


Referent Dr. Steiner

Dr. Steiner hat von 1976 bis 1980 das Albert-Schweitzer-Krankenhaus in Lambarene als Chefarzt geleitet. Anschließend war er bis 1996 verantwortlicher Leiter anderer medizinischer Projekte in Peru, Kongo-Zaire und Äthiopien. Von 1997 bis 2003 hat er an der Universität Zürich Philosophie und deutsche Literatur studiert und 2003 mit lic.phil. abgeschlossen.

Der Vortrag

Bei einer Fahrt auf dem Ogowefluss im Jahre 1915 hat Albert Schweitzer die Maxime ‚Ehrfurcht vor dem Leben als ethische Grundlage für eine sinnvolle Lebensführung‘ postuliert. Wie muss man in dieser Maxime den Begriff Ehrfurcht philosophisch verstehen, und welche Bedeutung kommt dem zu, was dort als Leben bezeichnet wird? Kann diese Maxime, so wie sie dasteht, noch unser Leitbild sein oder müsste heute an Schweitzers Grundprinzip etwas geändert oder ergänzt werden?

Dr. Steiner kritisierte, dass Ethik immer wieder den äußeren Gegebenheiten angepasst werde. Desto notwendiger sei ein fester, unverrückbarer Anhaltspunkt, eine allgemein verbindliche Idee. Der Referent sieht darin unser Leben, das uns als geistiges Leitbild ein besonderes Anliegen sein sollte und dem alle Ehrfurcht entgegengebracht werden sollte. Diese Ehrfurcht müsse anerzogen werden, mit liebender Zuwendung und in der Vermittlung von Verantwortung für das Lebendige.
Die Veranstaltung war gut besucht. Die charismatische Art des Referenten und seine bildliche Erzählweise trugen zu einer Veranstaltung mit bleibendem Eindruck bei.

Bücher

Im Herderverlag sind von Dr. Steiner folgende philosophische Bücher erschienen:
2006: Das Leben unser höchstes Gut. Albert Schweitzers Philosophie im 21. Jahrhundert.
2010: Transzendente Wirklichkeit
2014: Aufbruch in ein mehrdimensionales Denken. Eine gesellschaftspolitische Streitschrift.

 

Öffentlicher Vortrag vom 14. Oktober 2016, veranstaltet von Stärke durch Eintracht, e.V.:

Illuminaten, Freimaurer und neue Weltordnung – Verschwörungsmythen und Verschwörungsvorwürfe gegen Freimaurer

Referent: Dr. Michael Blume.


Referent

Dr. Michael Blume entschied sich nach einer Finanzausbildung für das Studium der Religions- und Politikwissenschaft. Er promovierte über Religion und Hirnforschung (die sog. "Neurotheologie") und spezialisierte sich auf die Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen. Dr. Blumes Wissenschaftsblog „Natur des Glaubens“ erhielt den Scilogs-Preis 2009. Der Hohe Rat der Yeziden verlieh ihm 2015 eine Auszeichnung für den Einsatz für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak.

Der Vortrag

Sehr viele Menschen glauben, dass die Menschheit von bösen Verschwörungen bedroht werde. Oft haben sich solche Verschwörungsvorwürfe in der Vergangenheit zu Gewalt gesteigert, etwa gegen vermeintliche Hexen, gegen Juden, Freimaurer und demokratische Politiker. Und so wie der Buchdruck die Verbreitung von Verschwörungsschriften wie dem "Hexenhammer" (1486) förderte, breiten sich heutige Verschwörungsmythen wie die ‚neue Weltordnung‘ verstärkt über das Internet aus.
Dr. Blume stellte in seinen Ausführungen die Geschichte uralter Verschwörungsmythen wie die des Hexereiglaubens ebenso vor wie neuere Varianten etwa gegen Geheimbünde wie die Freimaurer und Illuminaten, Zuwanderer und Außerirdische. Er verdeutlichte, beim Verschwörungsglauben zwischen überprüfbaren Theorien einerseits und Mythen andererseits zu unterscheiden. Letztere seien schlichtweg nicht beweisbar, weshalb man sie allerdings auch nicht widerlegen kann.
Aufbauend auf Erkenntnissen der Religionspsychologie erläuterte er den Einfluss "neuer" Medien: Von Sprache und Buchdruck bis hin zu Krimi-, Thriller- und Science-Fiction-Genres, von Filmen wie "Matrix" und dem Internet. So wurde deutlich, warum der Verschwörungsglauben nicht schwindet, sondern auch in der Moderne die Ideen von Wissenschaft, Menschenrechten und Freiheit bedroht.
Die Veranstaltung war mit rund 50 Gästen sehr gut besucht. Der lebendige Vortragsstil, gepaart mit dem fundierten Wissen des Referenten, trugen zu einer sehr spannenden und interessanten Veranstaltung bei. Wir freuen uns auf weitere Vortragsabende mit Herrn Dr. Blume.

 

 

Vortrag zum Neujahrsempfang der Loge Carl zur Eintracht vom 10. Januar 2016:

Die Zukunft des Abendlandes – Liebende aller Länder vereinigt Euch

Der Referent:
Michael Heitmann als Redner der Loge Carl zur Eintracht

 


Der Vortrag:

Michael Heitmann teilte in dem Beitrag persönliche Gedanken zu Orientierungslosigkeit und mangelndem Selbstvertrauen in der westlichen Welt, insbesondere vor dem Hintergrund der Flüchtlingsdebatten. Er spricht sich für klare Leitbilder aus und appelliert daran, sich wieder mehr auf den höchsten christlichen Wert - die Nächstenliebe - zu besinnen. Hinter der Liebe sieht der Redner gegenseitige Bereicherung, die im gegenseitigen Interesse und im Respekt füreinander entsteht. Freimaurerische Ideale wie Liebe, Respekt und Toleranz betrachtet er als gemeinsamen Nenner, auf dem sich Gläubige aller Religionen begegnen können. So können Vielfalt gedeihen und alle Menschen in Frieden miteinander leben. Anstatt einander mit Hass zu begegnen, sollten sich die Menschen für die Liebe entscheiden. Und so schließt er mit dem Ausspruch „Liebende aller Länder vereinigt Euch!“

Vollständiger Text als pdf-Datei

 

 

Öffentlicher Vortrag vom 22. Mai 2015, veranstaltet von Stärke durch Eintracht, e.V.:

Hänsel und Gretel – Verzauberung durch die große Mutter

Referent: Dr. phil. Friedrich Schröder


Referent

Dr. phil. Friedrich Schröder ist Literaturwissenschaftler, Kulturhistoriker, Erwachsenenpädagoge, Märchenforscher und tiefenpsychologischer Interpret. Er ist Dozent und freier Mitarbeiter bei der C. G. Jung-Gesellschaft Stuttgart. Zudem leitet er Imaginations- und Maltherapieveranstaltungen.

Gleichnamiges Buch zum Vortrag, 176 Seiten, erschienen im Verlag Opus Magnum 2009

Gleichnamiges Buch zum Vortrag, 176 Seiten, erschienen im Verlag Opus Magnum 2009

Der Vortrag

Dr. Schröder wendete in seinem Vortrag die psychotherapeutische Methode der "Analytischen Psychologie“ von C. G. Jung auf den Text des grimmschen Märchens an. Dabei ging der Referent zunächst von der Namenssymbolik der beiden kleinen Titelhelden aus und leitete davon den Entwicklungsweg ab, den die Kinder in der Erzählung gehen müssen. Dieser wird besonders durch die Doppeldeutigkeit der Sinnbilder und des Archetyps der Großen Mutter bestimmt, die Hänsel und Gretel in den negativen Gestalten der Stiefmutter und der Hexe begegnet. Dramatischer Höhepunkt dieses Reifungsprozesses ist die Auseinandersetzung der Kinder mit der dämonischen "Herrin des Waldes". Vertieft wurde die Interpretation dieses Geschehens durch die Einbeziehung der Pubertätsriten bei den "Naturvölkern" und C. G. Jungs Deutung der biblischen Geschichte des Propheten Jona. Am Ende erschien der Schatz des Hexenhauses als Symbol des Selbst, des zentralen Urbilds der Seele, das sich in Gretel als eigentlicher Märchenheldin verkörpert und die Verzauberung durch die Große Mutter zum notwendigen Durchgangsstation des Lebens im Sinne des "stirb und werde" macht.

Es kamen etwa 60 Gäste zum Vortrag. In der anschließenden Diskussion trafen Freimaurergeist und Tiefenpsychologie aufeinander. Diese ergänzten und befruchteten sich gegenseitig, setzten sich aber auch durchaus kritisch mit der jeweiligen "Gegenseite" auseinander. So ergab sich letztlich ein lebhaftes, spannendes Gespräch.

 

 

Ein Verbot, vor Logengründung?